Vorsichtsmaßnahmen und Prozessanforderungen für Gelatine in Hart- und Weichkapseln
Als Kernfilmbildungsmaterial von harten und WeichkapselDa Gelatine eine strenge Qualitäts- und Prozesskontrolle erfordert, um die Stabilität der Kapseln und die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten, ist diese unerlässlich.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Reinheitskontrolle: Wählen Sie Gelatine in pharmazeutischer Qualität, um übermäßige Schwermetalle (z. B. Blei, Quecksilber) und Mikroorganismen zu vermeiden und so eine Beschädigung der Kapseln oder Sicherheitsrisiken vorzubeugen.
- FeuchtigkeitsmanagementGelatine ist stark hygroskopisch. Die Luftfeuchtigkeit im Lagerraum sollte zwischen 45 % und 65 % liegen, um ein Erweichen, Verkleben, Sprödigkeit oder Reißen der Kapseln zu vermeiden. Auch die Luftfeuchtigkeit in der Produktionshalle muss während der Herstellung kontrolliert werden, um die Qualität der Formteile zu gewährleisten.
- Kompatibilität mit InhaltenFühren Sie im Vorfeld Kompatibilitätstests durch. Starke Säuren, Laugen oder oxidierende Bestandteile im Inhalt können die Gelatinestruktur beschädigen.
Prozessanforderungen
- HartkapselnDie Konzentration der Gelatinelösung (typischerweise 12–15 %) und die Temperatur (50–60 °C) werden präzise gesteuert, um eine gleichmäßige, blasenfreie Konsistenz und eine gleichbleibende Kapselwandstärke (in der Regel 0,15–0,25 mm) zu gewährleisten. Nach dem Formen erfolgt eine Trocknungszeit von 24–48 Stunden, bis ein Restfeuchtegehalt von 12–16 % erreicht ist.
- WeichkapselnZur Verbesserung der Flexibilität werden der Gelatinelösung Weichmacher (z. B. Glycerin) im Verhältnis Gelatine:Glycerin = 1:0,3–0,5 zugesetzt. Die Pelletiertemperatur sollte bei 20–30 °C gehalten werden, um Verformungen zu vermeiden. Anschließend sollte das Pellet 48–72 Stunden getrocknet werden, wobei der Feuchtigkeitsgehalt für eine stabile Lagerung bei 12–16 % gehalten werden sollte.
Zwischen weicher und weicher Gelatine bestehen signifikante Unterschiede hinsichtlich Gelatineart, Spezifikation und Qualitätsanforderungen. Hartkapsels, die sich aus ihren unterschiedlichen Herstellungsverfahren und Anforderungen an die physikalische Form ergeben.
- Unterschiede im Gelatinetyp
Obwohl Gelatine chemisch identisch ist, eignen sich ihre physikalischen Eigenschaften – die durch die Rohstoffquellen und die Verarbeitung bestimmt werden – für verschiedene Kapseltypen.
| Kapseltyp | Hauptgelatineart | Kernmerkmale |
| Hartkapseln | Knochengelatine, Hautgelatine (beides anwendbar) | Hohe Gelstärke, die eine schnelle Bildung starrer, stabiler Kapselhüllen mit hervorragender Stützwirkung ermöglicht. |
| Weichkapseln | Hautgelatine (überwiegend) | Höhere Viskosität und Plastizität, mit guter Filmbildungsfähigkeit und Elastizität, um der Pelletierung und Flüssigkeitsverkapselung standzuhalten. |
- Hartkapseln: Priorität haben „Härte“ und „Stabilität“. Knochengelatine wird aufgrund ihrer höheren Gelstärke häufig verwendet.
- Weichkapseln: Priorität haben „Elastizität“ und „Filmbildungsfähigkeit“. Hautgelatine (z. B. Rinderhaut-, Schweinehautgelatine) erfüllt die Herstellungsanforderungen mit geeigneter Viskosität und Plastizität und reduziert Verformungen oder Risse.
- Unterschiede in den Gelatine-Spezifikationen
Wichtige Parameter (Gelstärke, Viskosität, Feuchtigkeit) beeinflussen die Prozessanpassungsfähigkeit direkt:
- Gelatine für Hartkapseln
- GelstärkeKernindikator, der ≥220 Bloom g erfordert. Höhere Gelstärke gewährleistet bessere Härte und Schlagfestigkeit und verhindert Bruch.
- ViskositätDie Viskosität wird auf 25-40 mPa·s (bei 60℃) eingestellt. Eine moderate Viskosität verhindert dünne, spröde Schalen (zu niedrig) oder eine verringerte Formgebungseffizienz (zu hoch).
- Feuchtigkeit: ≤12%. Zu viel Feuchtigkeit führt zu Erweichung/Verklebung; zu wenig Feuchtigkeit führt zu Sprödigkeit.
- Gelatine für Weichkapseln
- GelstärkeGeringere Anforderungen, typischerweise ≥180 Bloom g. Hohe Härte ist nicht erforderlich; Elastizität hat Priorität – zu hohe Gelstärke führt zu starren, spröden Schalen.
- ViskositätHöhere Anforderungen: 40–60 mPa·s (bei 60 °C). Die hohe Viskosität gewährleistet eine gleichmäßige Filmbildung und Formbeständigkeit nach dem Spritzgießen.
- Feuchtigkeit: ≤13%. Etwas höher als bei Hartkapseln, um die Elastizität zu erhalten und Trockenrisse zu verhindern.
- Allgemeine Qualitätsanforderungen (Arzneibuchstandards)
Beide Kapseltypen benötigen Gelatine in pharmazeutischer Qualität, die folgende Sicherheits- und Anwendbarkeitskriterien erfüllt:
- ReinheitFrei von übermäßigen Schwermetallen (z. B. Blei ≤ 0,1 mg/kg, Arsen ≤ 0,05 mg/kg), Mikroorganismen (Einhaltung der Sterilitäts-/Mikrobengrenzwerte, z. B. kein Nachweis von Escherichia coli) und schädlichen Verunreinigungen.
- Transparenz und FarbeFarblos oder blassgelb, ohne erkennbare Trübung oder Fremdkörper, für ein sauberes und gleichmäßiges Erscheinungsbild.
- pH-WertpH 5,5-7,5 (nahezu neutral), um Säure-Base-Reaktionen mit den Inhaltsstoffen zu vermeiden und die Stabilität des Arzneimittels zu schützen.
- Aschegehalt: ≤2,0 %, was die Reinheit widerspiegelt – ein Überschuss an Asche deutet auf eine Verunreinigung mit anorganischen Verunreinigungen hin.
- LöslichkeitQuellt auf und löst sich langsam in Wasser auf, zerfällt aber schnell in Magensaft, um eine effiziente Freisetzung des Inhalts zu gewährleisten.













